Raumluft verbessern für ein gesundes Wohnen

Kopfschmerzen, brennende Augen, gereizte Atemwege - all das kann mit der Raumluft zu tun haben. Für ihre Qualität sind mehrere Faktoren verantwortlich, wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, regelmäßiges Lüften usw. Doch was kann man für eine gute und gesunde Raumluft tun? Worauf kann man bereits vor, während und auch nach dem Bauen achten? Die Antworten auf diese Fragen und noch mehr geben wir dir hier.

Die Bedeutung guter Raumluft: schwelender Sturm oder laues Lüftchen?

Jeder kennt es: Man sitzt in einer Besprechung und alles ist gut. Man fühlt sich nach einer Weile etwas müde und die Konzentration lässt nach. Dann steht man kurz auf, verlässt den Raum und kommt nach ein paar Minuten wieder retour. Und beim Eintreten in den Raum merkt man es: Die Luft ist abgestanden, schwer und hat einen eigenartigen Geruch.

Wir Menschen besitzen keinen eingebauten Sensor, mit dem wir die Qualität der Luft messen können. Wir spüren nur die Auswirkungen, die sie auf uns hat. Erst dadurch oder wie im obigen Beispiel beschrieben, wenn wir einen direkten Vergleich haben, nehmen wir die Raumluft bewusst wahr.

Ist die Raumluft nur für einen gewissen Zeitraum von ungesunder Qualität, kann dies der Körper relativ rasch wieder neutralisieren. Befindet man sich aber über eine längere Zeit in solchen Räumen, so kann dies sich nicht nur auf den Körper auswirken, sondern auch auf die Psyche in Form von Trägheit, Niedergeschlagenheit oder auch Konzentrationsschwäche.

Dem gilt es entgegenzuwirken, sonst wird aus einem anfänglich lauen Lüftchen schnell ein schwelender und andauernder Sturm.

Was ist überhaupt "gutes Raumklima"?

Schadstoffe in der Raumluft Schadstoffe in der Raumluft

Gutes Raumklima bedeutet einfach gesagt gute Luft. Doch was ist nun "gute Luft"? Worauf sollte man achten und gibt es hier gewisse Normwerte, nach denen man sich gerade beim Bauen richten soll?

Gute Luft zeichnet sich durch einen geringen Gehalt an Staubpartikeln, Pollen, Bakterien, Pilzen, Schimmelsporen, Viren, Gasen und anderen möglicherweise gesundheitsschädlichen Stoffen aus. Dazu gehören flüchtige organische Verbindungen, Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid. Außerdem sollten keine unangenehmen Gerüche auftreten, insbesondere solche, die Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten und Augenreizungen verursachen.

Die Luftqualität wird daher durch mehrere Parameter definiert, darunter:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit

Von einem optimalen Raumklima wird im Allgemeinen bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius gesprochen. Je nach Raum kann dies etwas variieren: Im Schlafzimmer kann es z.B. gerne auch etwas kühler sein, in Wohnzimmer und Bad sind ein paar Grad mehr ideal.

Die Konsequenzen schlechter Innenraumluft 

Ein gutes Raumklima und eine gute Raumluft sind für das körperliche Wohlbefinden von großer Bedeutung. Es können unterschiedlichste Symptome auftreten - angefangen bei Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen über Übelkeit bis hin zu Reizungen der Augen, Atemwege und Schleimhäute.

Eine gute Raumluft ist daher nicht zu unterschätzen. Gerade bei öffentlichen Gebäuden, vor allem Schulen, Kindergärten, aber auch Krankenhäusern, wo sich Kinder oder Risikogruppen aufhalten, ist auf ein gutes Raumklima mit einer möglichst geringen Konzentration von Schadstoffen zu achten.

"Sick Building Syndrom"

Das "Sick Building Syndrom", oder auch kurz SBS genannt, beschreibt zumeist unspezifische Beschwerden, die bei Menschen auftreten, die sich längere Zeit in einem Gebäude aufgehalten haben. Meist handelt es sich dabei um Büroräume.

Zu den Symptomen zählen gereizte Augen und Schleimhäute, Kopfschmerzen oder Allergien. Die Ursache ist nicht ganz geklärt, allerdings vermutet man einen Zusammenhang mit einer erhöhten Schadstoffkonzentration. Diese ist nach Messungen des Bundesbauministeriums in Innenräumen sechs bis acht Mal höher als in der Außenluft.

Kleiner Exkurs: Luftverunreinigungen damals und heute 

Im 19. und 20. Jahrhundert handelte es sich vor allem um mikrobielle Verunreinigungen sowie Verbrennungsprodukte aus Beleuchtung und Heizung. Mittlerweile stammen die Schadstoffe zumeist aus organischen Verbindungen aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen, ebenso können sie natürlichen Ursprungs sein.

Aufgrund eines geringen Luftaustausches können sie sich in Innenräumen anreichern. Eine verbesserte Wärmedämmung und der Einbau von fugendichten Fenstern, wie sie seit der Ölkrise in den 70er Jahren eingebaut werden, können dazu beitragen. Laut WHO sind wir so mehr Umweltschadstoffen ausgesetzt als durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln, Wasser oder Außenluft.

Welche Schadstoffe können in der Raumluft vorkommen?

Schadstoffe können auf unterschiedlichen Wegen in Innenräume gelangen. Einerseits von außen durch Straßenverkehr, andererseits aber auch von Innen. Häufige Quellen sind hier Zigarettenrauch, Gasherde, aber auch diverse Baumaterialien oder Verarbeitungen, aus denen sich die Schadstoffe entweder gleich oder mit der Zeit herauslösen und in die Luft gelangen. Was das alles sein kann, haben wir dir hier kurz zusammengefasst:

Leicht zu entfernen
Leicht zu entfernende Schadstoffe in der Raumluft Leicht zu entfernende Schadstoffe in der Raumluft
  • Staub: Jeder kennt ihn, jeder hat ihn, jeder versucht ihn zu minimieren - den Hausstaub. Rund 6 Milligramm Staub pro Quadratmeter bilden sich in einer normalen Wohnung jeden Tag. Staubquellen sind hier Polster, Teppiche, Trockner und auch wir selbst. Täglich verlieren wir fast 2 Gramm abgestorbene Hautzellen. Staub kann aber auch durch Verkehr oder Landwirtschaft in den Innenraum gelangen. Dennoch gilt: Regelmäßig lüften, denn außen ist weniger Staub als in Innenräumen. Regelmäßiges Staubsaugen kann Abhilfe schaffen.
  • Pollen und Milben: Hausstaubmilben in Matratzen können einige Allergien auslösen. Mittlerweile gibt es aber auch allergiefreundliche Varianten, die Abhilfe schaffen können. Regelmäßiges Staubsaugen und Reinigen hält die Milbenzahl gering. Bei Pollenflug im Frühjahr helfen Luftreiniger, spezielle Filter bei Staubsaugern und Lüften, wenn weniger Pollen unterwegs sind (morgens oder abends).
  • Tabakrauch: Rund 40 Substanzen im Tabakrauch sind gesundheitsschädlich und gelten sogar als krebserregend. Dabei ist nicht nur der Rauch, der direkt inhaliert wird, gefährlich, sondern auch jener, der in die Raumluft gelangt. Überlege daher gut, ob du in deinem Zuhause rauchen möchtest oder du es nicht doch lieber nach draußen verlegst.
  • Gerüche: Sie sind nicht nur unangenehm, sie können sogar zu gesundheitlichen Problemen führen. Als ersten Schritt sollte man daher den Ursprung des Geruchs herausfinden. Es können einfach zu beseitigende Dinge wie etwa Essensreste oder frische Farbe sein oder aber auch erste Anzeichen von undichten Stellen im Raum oder von Schimmel oder Fäulnis von Baustoffen aufgrund von Feuchtigkeit.
  • Kohlenmonoxid (CO): CO ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständigen Verbrennungsprozessen freigesetzt wird. In die Innenräume kann es vor allem durch undichte Öfen, Gasherde oder Kamine gelangen. Auch in Autowerkstätten oder Garagen kann es durch die Autoabgase zu erhöhten Konzentrationen kommen. In hohen Dosen ist Kohlenmonoxid lebensgefährlich. Insbesondere wenn du einen Kamin, einen Ofen oder auch eine Gastherme hast, solltest du zu deiner eigenen Sicherheit einen Kohlenmonoxid-Melder nutzen. Dann weißt du immer sofort Bescheid und behältst den Überblick.
Schwer zu entfernen
Schadstoffe in der Luft Schadstoffe in der Luft
  • Stickstoffdioxid (NO2): NO2 ist ein farbloses Gas, das in der Natur in der Atmosphäre vorkommt. Es entsteht hauptsächlich durch Verbrennungsprozesse. Als Folge industrieller Emissionen kann NO2 jedoch in großen Mengen in Innenräumen auftreten. Stickstoffdioxid ist ein Reizgas und kann vor allem die unteren Atemwege belasten.
  • Radon: An dieses Edelgas denkt man vielleicht beim Baubeginn noch nicht. Es kommt in der Natur in Gesteinen wie Granit oder Kalk vor. Es kann nicht nur aus dem Erdboden in die Innenräume gelangen, auch in mineralischen Baustoffen finden sich gewisse Konzentrationen des krebserregenden Edelgases.
  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC - Volatile Organic Compounds): VOCs sind Chemikalien, die leicht von Oberflächen verdunsten und sich in Flüssigkeiten auflösen. Sie sind in vielen Produkten und Materialien enthalten. Einige Beispiele sind Lösungsmittel, Farben, Klebstoffe, Reinigungsmittel, Pestizide, Kraftstoffe, Kunststoffe und Gummi. Lose Gegenstände können einfach aus dem Raum entfernt werden. Bei festverbauten Baustoffen gestaltet sich die Entfernung schwieriger, hier besteht dann Renovierungs- und Sanierungsbedarf. Eine der häufigsten VOCs in Innenräumen ist Formaldehyd.

 Formaldehyd

Formaldehyd, auch Methanal genannt, ist ein farbloses und wasserlösliches Gas mit einem stechenden Geruch. In der Natur kann dieses Gas bei unvollständiger Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Gegenständen entstehen. In flüssiger Form wird es als Formalin als Desinfektionsmittel in Krankenhäusern verwendet.

In Innenräumen finden sich unzählige Quellen, aus denen Formaldehyd austreten und in die Raumluft gelangen kann. Es stellt eine Grundsubstanz für chemische Verbindungen dar, die zur Herstellung von Spanplatten, Klebern, Lacken, Farben ... nötig sind. Formaldehyd gilt als gesundheitsschädlich und sogar krebserregend, da es zu Kopfschmerzen und Unwohlsein führen sowie die Schleimhäute und Atemwege reizen kann.

Wie sorge ich für gute Innenraumluft?

Sicher und geborgen - so möchte man sich in seinem Zuhause fühlen. Damit das dann auch wirklich der Fall ist, sollte man bereits vor Baubeginn nicht nur auf das Optische achten. Hier gilt die Grundregel: qualitativ bauen statt kostenintensiv sanieren. Denn aus Wänden, Böden und Möbeln können unterschiedliche Schadstoffe in die Luft dringen.

Auch wenn das Haus schon steht, kann man oft bereits mit wenigen Hausmitteln eine Verbesserung der Raumluft erzielen, bevor es noch zu gesundheitlichen Belastungen kommt.

Wir haben für euch kurz zusammengefasst, was man im Zusammenhang mit dem Hausbau beachten sollte.

Schritt 1: Vor dem Hausbau an die Raumluft denken

Hausbauen gehört wohl zu den wichtigsten und größten Entscheidungen im Leben. Daher sollte man neben den finanziellen Aspekten auch einen genaueren Blick auf das ins Auge gefasste Grundstück werfen und sich folgende Fragen stellen:

  • Wo genau befindet sich das Grundstück und was befindet sich in der näheren Umgebung?
    Anhand dieser Frage kann man bereits vor Baubeginn mögliche Luftverschmutzer oder Luftbelastungen feststellen. Neben Industrien oder Straßenverkehr kann auch die Landwirtschaft für eine gewisse Luftverschmutzung sorgen, die später auch in die Innenräume gelangen kann.
  • Wie ist der Untergrund?
    Damit es später zu keinen unerfreulichen Überraschungen kommt, sollte man sich mit dem Untergrund genauer auseinandersetzen. In Gesteinen wie Granit oder Kalk kann sich das Edelgas Radon befinden und später von unten in das Haus hinaufsteigen. Liegt das Grundstück in einem eher sumpfigen Gebiet, muss vor allem auf ein gutes Fundament bzw. eine gute Unterkellerung Wert gelegt werden. Daher: Grundwasserspiegel vorab mit dem Baumeister abklären. Man sollte hier auch nach dem Einzug auf eventuelle Probleme mit der Feuchtigkeit achten, um mögliche Schäden gleich reparieren zu können, bevor zu viel Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann.
  • Was war zuvor dort?
    Nicht nur wir Menschen tragen häufig Altlasten mit uns herum, auch Grundstücke und Häuser. Lass daher auch auf mögliche Rückstände wie Öle oder Asbest absuchen.
  • Gibt es bauliche Einschränkungen oder Verbote?
    Im Vorfeld sollte man sich auch genau über mögliche Einschränkungen informieren. Am besten spricht man sich hier mit Experten ab. So gibt es etwa sogenannte Trinkwasserschutzgebiete Zone I und II. Hier ist zum Beispiel die Nutzung von Erdwärme nach der Verordnung über Schutzbestimmungen verboten.
Gute Raumluft mitbedenken Gute Raumluft mitbedenken

Schritt 2: Während des Bauens zugunsten guter Raumluft entscheiden 

Ist mit dem Grundstück alles in Ordnung, kann das Bauen beginnen. Hier gilt: Wer gesund baut, kann gesund wohnen. Die richtigen Baumaterialien sind daher gefragt, denn so haben Schadstoffe erst gar keine Chance, in die Raumluft zu gelangen. Natürliche Materialien sind oft gute Alternativen, allerdings ist auch hier oft ein genauerer Blick nötig: Naturbaustoffe können nämlich mit Chemikalien wie Holzschutzmitteln oder Insektenschutzmitteln bearbeitet worden sein. Öko-Zertifizierungen wie Blauer Engel, EU Eco-Label, natureplus oder Emicode können bei der Auswahl der Materialien zwar helfen, bisher gibt es aber keine einheitliche Regelung. Auch TÜV-Zertifikate können hilfreich sein.

Welche Materialien stehen für ein gesundes Bauen zur Auswahl?

  • Holz: Holz hat gleich in mehrerlei Hinsicht eine positive Wirkung auf das Raumklima: Es ist antiallergisch, antielektrostatisch und antibakteriell. Holzmöbel ziehen somit keinen Staub an oder reizen Schleimhäute. Holzfaserdämmplatten mit Klimakammern sind etwa eine gesunde und ökologische Alternative zu Gipskartonplatten. Holzmöbel sind auch CO₂-Langzeitspeicher und sind klimaneutral. Lediglich auf Verleimungen, Lackierungen oder Versiegelungen ist hierbei zu achten.
  • Lehm und Ton: Bereits seit Jahrtausenden wird Lehm als universelles Baumaterial verwendet. Ob nun als gebrannte Lehmziegel, Lehmbauplatten oder als Putzmaterial - die Ökobilanz spricht für Lehm. Dabei bietet das Naturmaterial viele Vorteile: leichte Verarbeitung, guter Wärmespeicher, fast kein Abfall, reguliert Luftfeuchtigkeit und trägt so positiv zum Raumklima bei.
  • Naturstein: Naturstein kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Er schafft eine besondere Atmosphäre und eignet sich als Bodenbelag, Wandverkleidung oder Arbeitsplatte. Naturstein speichert Wärme, ist äußerst langlebig und stabil.
  • Kalk: Auch Kalk wird bereits seit Jahrtausenden eingesetzt. Er ist härter als Lehm und ist ganz ohne Chemie hydrophobierbar. So können hochglänzende, wasserabweisende und fugenlose Oberflächen erzeugt werden. Auch für das Raumklima ist Kalk eine gute Wahl. Durch seinen basischen ph-Wert besteht keine Schimmelgefahr, außerdem trägt er zur positiv zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Raum bei. 
  • Ziegel: Da Ziegel bei sehr hohen Temperaturen gebrannt werden und sie reine und anorganische Materialien darstellen, besteht keine Gefahr, dass sich biologische Organismen daran binden und wachsen. Ziegelbauten geben außerdem keine Gase oder Allergene frei - ideal für ein gutes Raumklima.
  • Stroh, Hanf- und Pflanzenfasern: Die Einsatzmöglichkeiten von Stroh, Hanf- und anderen Pflanzenfasern sind enorm. Bereits seit Jahrhunderten wird etwa Stroh als leichter Zuschlagstoff verwendet. Diese Stoffe sind ideale Dämmmaterialien, eignen sich zur Abdichtung von Fenstern und Türen und sind geeignete Baumaterialien, um für ein gutes Raumklima zu sorgen. Die Materialien bieten viele Vorteile: Sie sind atmungsaktiv, recyclebar, schadstofffrei und tragen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei. Im Vergleich zur Schafwolle benötigt man allerdings mehr Material, was die Verwendung teurer macht. Hanf besitzt zudem keine Luft verbessernden Eigenschaften. Bei einem Wasserschaden kann Schafwolle etwa 30 Prozent ohne Verlust der Wärmedämmung aufnehmen und anschließend wieder austrocknen. Hanf muss in solchen Fällen getauscht werden, zudem besteht die Gefahr von Schimmelbildung.
  • Wundermittel Schafwolle: Brandschutz, Raumluft, Akustik, Luftqualität, Recycling, Wärmeschutz - Schafwolle sticht in allen Bereichen heraus. Gerade im Hinblick auf das Raumklima ist Schafwolle die ideale Wahl: Durch seinen Eiweiß-Grundbaustein Keratin ist das Material fähig, Giftstoffe wie Formaldehyd aufzunehmen und zu neutralisieren. Außerdem haben Schimmelpilze hier keine Chance. Durch seine hygroskopische Eigenschaft kann Schafwolle bis zu 33 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen - die Wärmedämmung bleibt aber bestehen.
Während des Bauens Raumluft bedenken Während des Bauens Raumluft bedenken
Wundermittel Schafwolle Wundermittel Schafwolle

Schritt 3: 7 Maßnahmen, um auch nach dem Hausbau die Raumluft zu verbessern

Steht euer Haus bereits und ist die Schadstoffkonzentration nicht allzu hoch, kann man mit relativ einfachen und auch kostengünstigen Tricks die Raumluft verbessern. Wir verraten euch unsere 7 besten Tipps:

1. Frische Brise: Richtiges Lüften ist oft die einfachste, aber auch effektivste Lösung, um die Raumluft zu verbessern. Dabei gilt allerdings: Stoßlüften ist besser als Dauerlüften. Durch gekippte Fenster findet kein Luftaustausch im Innenraum statt. Er kühlt lediglich aus. Außerdem steigt so die Schimmelgefahr. Ideal wäre drei- bis viermal am Tag fünf bis zehn Minuten Stoßlüften, so gelangt frische Luft in den Raum und die schlechte Luft wird ausgetauscht.

2. Keine Chance für Staub: Regelmäßiges Staubwischen und Staubsaugen hat nicht nur den Effekt, dass alles makellos erstrahlt, es sorgt auch dafür, dass weniger Staub in die Raumluft gelangt. Viele Allergiker schwören bei Staubsaugern auch auf sogenannte HEPA-Filter. Diese filtern sogar Kleinstpartikel wie Feinstaub, Allergene oder Pollen und Sporen aus der Raumluft.

3. Auf das Mittel kommt es an: Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel beinhalten in der Regel keine aggressiven Inhaltsstoffe, die in die Raumluft gelangen können. Es gibt mittlerweile viele biologische Reinigungsmittel im Handel. Auch Hausmittel (Link Beitrag Hausmitteltest) sind nicht zu unterschätzen.

4. Weniger ist mehr: Umso mehr Möbel, Polster, Vorhänge und Dekogegenstände, desto mehr "Staubfänger" und "Staubproduzenten" stehen im Raum. Wenn man sich also von manchen Dingen trennen kann, dann kann das auch zu einer besseren Raumluft beitragen.

5. Es grünt so grün: Zimmerpflanzen sind wunderschön anzusehen, bringen Leben und Farbe in den Raum und reinigen auch noch die Luft. Sie filtern die Schadstoffe aus der Raumluft und geben saubere Luft wieder ab. Manche können sogar chemische Schadstoffe abbauen. Eine Pflanze pro neun Quadratmeter ist hier der ideale Maßstab. Wie wäre es daher mit einem Gemeinen Efeu, einem Drachenbaum oder einer Friedenslilie? Diese drei gelten als perfekte Luftreiniger.

6. Heiß oder kalt? Auch die Zimmertemperatur spielt bei der Luftqualität eine Rolle. 19 bis 22 Grad Celsius sind ideal. So können sich Sporen oder andere Bakterien nur schwerer ausbreiten.

7. Zu trocken oder zu feucht? Um Schimmel zu vermeiden, muss man auf die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen achten. In Innenräumen liegt die perfekte Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Denn Schimmel sieht nicht nur nicht schön aus, er ist auch gesundheitsschädlich.

Richtiges Lüften Richtiges Lüften
Regelmäßig Staubwischen Regelmäßig Staubwischen
Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel
Grünpflanzen Grünpflanzen

Schritt 3: 7 Maßnahmen, um auch nach dem Hausbau die Raumluft zu verbessern

Steht euer Haus bereits und ist die Schadstoffkonzentration nicht allzu hoch, kann man mit relativ einfachen und auch kostengünstigen Tricks die Raumluft verbessern. Wir verraten euch unsere 7 besten Tipps:

1. Frische Brise: Richtiges Lüften ist oft die einfachste, aber auch effektivste Lösung, um die Raumluft zu verbessern. Dabei gilt allerdings: Stoßlüften ist besser als Dauerlüften. Durch gekippte Fenster findet kein Luftaustausch im Innenraum statt. Er kühlt lediglich aus. Außerdem steigt so die Schimmelgefahr. Ideal wäre drei- bis viermal am Tag fünf bis zehn Minuten Stoßlüften, so gelangt frische Luft in den Raum und die schlechte Luft wird ausgetauscht.

2. Keine Chance für Staub: Regelmäßiges Staubwischen und Staubsaugen hat nicht nur den Effekt, dass alles makellos erstrahlt, es sorgt auch dafür, dass weniger Staub in die Raumluft gelangt. Viele Allergiker schwören bei Staubsaugern auch auf sogenannte HEPA-Filter. Diese filtern sogar Kleinstpartikel wie Feinstaub, Allergene oder Pollen und Sporen aus der Raumluft.

Richtiges Lüften Richtiges Lüften
Regelmäßig Staubwischen Regelmäßig Staubwischen

3. Auf das Mittel kommt es an: Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel beinhalten in der Regel keine aggressiven Inhaltsstoffe, die in die Raumluft gelangen können. Es gibt mittlerweile viele biologische Reinigungsmittel im Handel. Auch Hausmittel (Link Beitrag Hausmitteltest) sind nicht zu unterschätzen.

4. Weniger ist mehr: Umso mehr Möbel, Polster, Vorhänge und Dekogegenstände, desto mehr "Staubfänger" und "Staubproduzenten" stehen im Raum. Wenn man sich also von manchen Dingen trennen kann, dann kann das auch zu einer besseren Raumluft beitragen.

5. Es grünt so grün: Zimmerpflanzen sind wunderschön anzusehen, bringen Leben und Farbe in den Raum und reinigen auch noch die Luft. Sie filtern die Schadstoffe aus der Raumluft und geben saubere Luft wieder ab. Manche können sogar chemische Schadstoffe abbauen. Eine Pflanze pro neun Quadratmeter ist hier der ideale Maßstab. Wie wäre es daher mit einem Gemeinen Efeu, einem Drachenbaum oder einer Friedenslilie? Diese drei gelten als perfekte Luftreiniger.

6. Heiß oder kalt? Auch die Zimmertemperatur spielt bei der Luftqualität eine Rolle. 19 bis 22 Grad Celsius sind ideal. So können sich Sporen oder andere Bakterien nur schwerer ausbreiten.

7. Zu trocken oder zu feucht? Um Schimmel zu vermeiden, muss man auf die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen achten. In Innenräumen liegt die perfekte Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Denn Schimmel sieht nicht nur nicht schön aus, er ist auch gesundheitsschädlich.

Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel Lösungsmittelfreie Reinigungsmittel
Grünpflanzen Grünpflanzen

Raumluft verbessern - unser Fazit

Die Rolle des Raumklimas für unsere Gesundheit wird oft unterschätzt. Oft kommt es dann zu einem bösen Erwachen: Husten, Kopfschmerzen, Augenreizungen usw. können die Folgen dieser Nachlässigkeit sein. Bereits vor und beim Bauen kann man auf einige Dinge achten, um gleich von Beginn an für eine gesunde Raumluft zu sorgen. Aber auch für danach gibt es noch einige Tipps und Tricks, um das Raumklima zu verbessern.